Marathon-Chronik von 1963 bis heute

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1963 | 1970 | 1975 | 1980 | 1985 | 1990 | 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015


1963 In Essen findet ein Vereinsvergleichskampf statt, bei dem sich etwa 50 Läufer auf die Marathondistanz begeben. Der erste Sieger heißt Bruno Nießer (Barmer TV), seine Zeit ist 2:40:55 h.
1964 Zum zweiten Mal wird der Marathon am Baldeneysee auf der Pendelstrecke am Hardenbergufer ausgetragen. Schnellster ist ein Läufer des TUSEM, der 1993 verstorbene Manfred Günther in 2:42:43 h.
1965 Der Altmeister des Marathons schlägt noch einmal zu. Im Alter von 54 Jahren gewinnt August Blumensaat vom TUSEM Essen den Baldeneysee-Marathon in 2:36:09 h.
1966 Das Prädikat "International" am Essener Marathon manifestiert sich erstmals auch in der Siegerliste: Der Sieg geht an den Niederländer Rudy Mol (Altis Amersfoort) in 2:34:17 h.
1967 Die Siegerzeit am Essener Baldeneysee wird beständig besser. Jürgen Bergmann vom TUS Meerbeck scheitert mit 2:31:35 h knapp an einer Zeit unter 2:30 h.
1968 Es siegt abermals ein Läufer des Veranstalters TUSEM Essen, der kurze Zeit darauf einer heimtückischen Krankheit erliegt: Dieter Segieth drückt die Siegerzeit erstmalig unter 2:30, genau auf 2:26:51h.
1969 Den Essener Marathon - von nun an Dieter-Segieth-Gedächtnislauf - gewinnt erneut ein einheimischer Athlet. Manfred Bressel vom ESV 99 Essen in 2:29:47 h.
1970 Anfang der siebziger Jahre bleibt der Siegerpokal zumeist noch im heimischen Raum, so auch in diesem Jahr, in welchem Werner Putz vom SV Langendreer in 2:28:31 h siegt.
1971 Es erfolgt ein großer Leistungssprung durch Günther Mielke (ASV Köln), der sich mit 2:21:07 h in die Siegerliste einträgt.
1972 Beim Marathon am Essener Baldeneysee gewinnt Willi Roggenbach (LAZ Krefeld) in 2:24:58 h.
1973 Den Sieg erringt ein Läufer, welcher noch des öfteren vordere Plätze belegen wird: Winfried Irmen (Eintracht Duisburg). Er unterbietet in 2:19:37 h erstmalig die Schallmauer von 2:20 h.
1974 Beim Essener Marathon sind erstmalig Frauen am Start, und dies direkt mit einem Paukenschlag. Christa Vahlensieck gewinnt in der Weltbestzeit von 2:42:38 h. Danach beginnt das große Nachmessen der Strecke, und in der Tat befindet man diese als etwas zu kurz. So war die Zeit der Siegerin leider ohne Wert. Ebenso die sehr guten 2:17:04 h von Jens Wollenberg.
1975 Auf der neu vermessenen Strecke knüpft Ulrich Hutmacher (VFL Wolfsburg) beinahe an die Leistungen der vergangenen Jahre an. Seine Siegerzeit 2:19:30 h. Juliane Wübbeling vom TUSEM siegt in 3:21:25 h. Der Marathonlauf bei den Damen steht noch am Beginn einer rasch fortschreitenden Entwicklung.
1976 Die Zuschauer sehen ein schnelles und spannendes Rennen auf der Pendelstrecke am Baldeneysee. Zwischen dem ersten Ingo Sensburg (2:20:21 h) und dem Vierten Gerd Quack liegen gerade einmal 58 Sekunden. Gisela Schneider vom TUS Iserlohn glänzt bei ihrem Marathondebüt mit 3:03:46 h.
1977 Den 15. Internationalen Marathonlauf gewinnt Ko van der Weyden (AV 23 Amsterdam) in neuer Streckenrekordzeit von 2:18:59 h. Den Damenwettbewerb gewinnt Gerda Reinke vom SCC Berlin in 2:56:26 h. 553 Läuferinnen und Läufer sind am Start und die Leistungsdichte ist erstaunlich hoch. Immerhin bleiben 12 Läufer unter 2:30 h.
1978 Die Siegerzeiten sind in diesem Jahr etwas schwächer. Klaus Orthen (LG Sieg) mit einer Zeit von 2:24:16 h und Leni Elbing (LGV Marathon Gießen) freuen sich dennoch über ihren Sieg.
1979 636 Marathonis gehen bei sehr kaltem und trockenem Wetter an den Start. Am Ende hat Anthony Lambourne (GB) - im Vorjahr bereits Zweiter - die meisten Reserven und siegt in 2:24:45 h. Christel Heine gewinnt bei den Frauen in 2:58:00 h und erhält dafür den vom Essener Fußballidol Willi Lippens gestifteten Pokal.
1980 Essen nimmt Abschied von der alten Marathonstrecke am Hardenbergufer, die bei 600 Teilnehmern aus allen Nähten platzt. Die letzten Sieger auf der Pendelstrecke: Gerrit van Essen (AV Edam) in 2:25:39 h und Agnes Weiss (TSG Solingen) in 2:56:54 h.
1981 Der Essener Marathon geht erstmals "Rund um den Baldeneysee". Die ersten Sieger auf der neuen Strecke sind Jürgen Hüsemann (GW Wesel) und Gisela Neiß (TUSEM-Essen).
1982 Der Marathon "Rund um den Baldeneysee" wird bei strömendem Regen ausgetragen. Trotzdem erreichen 760 Athleten das Ziel. Die Sieger: Andreas Weniger (TSV 1860 München) und Marlis Fröhlich (TV Alsfeld), die den bis heute gültigen Streckenrekord bei den Damen mit 2:40:12 h aufstellt (Stand: September 2000).
1983 Beim Essener Marathon kommen erstmals mehr als 1000 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Bei strahlendem Sonnenschein siegt Jürgen Dächert (LG Frankfurt) in ausgezeichneten 2:15:52 h, dem bis 1987 gültigen Streckenrekord . Auch die Siegerin Iris Reuter (Offenbacher LC) läuft eine hervorragende Zeit, die zweitschnellste, die eine Frau bisher am Baldeneysee erreichte.
1984 Trotz zeitweise peitschendem Regen, der sich mit Sonnenschein ablöst, erreichen 997 Läufer das Ziel. Die Schnellsten sind Martin Grüning (LAV Bayer Uerdingen Dormagen) bei den Männern in 2:18:22 h und Christel Österling (LAV coop Dortmund) bei den Frauen in 2:44:14 h.
1985 Dieses Jahr ist ein sportlicher Höhepunkt: Vier Athleten sind schneller als 2:20 h, neben dem Sieger Thomas Eickmann (ASV St.Augustin; 2:17:47 h) u.a. auch Lokalmatador Werner Grommisch (DJK/ESG-PSV Essen) in 2:18:42 h. Insgesamt 23 Läufer benötigen weniger als 2:30 h, noch der 135. unterbietet die damalige "Quali" für die Deutschen- Meisterschaften (2:45). Siegerin bei den Damen: Sybille Möllensiep (SUS Schalke).
1986 Mit 1360 Teilnehmern verzeichnet der TUSEM-Marathon einen Melderekord. Das gute Wetter verführt aber sehr viele zu einem zu hohen Anfangstempo, denn nur 965 erreichen das Ziel. Pech hat der Gesamtsieger Franz Hornberger (LAC Quelle Fürth): Den Streckenrekord verpaßt er um nur 2 Sekunden. Gesamtsiegerin bei den Damen wird erstmalig eine Läuferin aus Luxemburg, und zwar Linda Delvaux (RRE Echternach) in 2:47:21 h.
1987 Werner Grommisch (LAV Erdgas Essen) stellt - alleine weit vor dem Feld herlaufend - den heute noch gültigen Streckenrekord von 2:14:36 h auf. Zum ersten Mal im Vorderfeld ein Läufer aus Polen: Kazimierz Kuta (2:21:26 h) wird Zweiter. Bei den Damen siegt Bernadette Hudy (LAV coop Dortmund) in 2:48:08 h. Erstmals wird die Veranstaltung durch den gleichzeitig stattfindenden Frankfurt-Marathon und die in den Herbst verlegten Deutschen-Marathonmeisterschaften beeinträchtigt, daher bleibt das Meldeergebnis - wie auch in den beiden Folgejahren - unter der Grenze von 1000 Teilnehmern.
1988 In Essen gibt es eine Premiere zu vermelden aufgrund eines polnischen Doppelsieges: Andrej Malicki in 2:24:16 h und Maria Kawiorska in 2:46:13 h. Gleichzeitig feiert der TUSEM-Marathon Premiere als Austragungsort für die Westdeutschen-Marathonmeisterschaften.
1989 Der Marathon wechselt auf einen Sonntag. Ungewöhnlich hohe Temperaturen sorgen für ein insgesamt schwächeres Rennen. Der Sieger kommt erneut aus Polen: Jacek Konieczny in 2:25:50 h. Frauensiegerin wird Barbara Winkler von der LG Herne in 2:53:20 h. Die Öffnung Osteuropas Richtung Westen zeigt auch beim Essener Marathon ihre Spuren. Erstmalig sind Athleten aus Ungarn, der Sowjetunion und sogar aus der noch existierenden DDR am Start.
1990 Der Marathon "Rund um den Baldeneysee" ist zum ersten Mal "gesamtdeutsch". Der zweifache Olympiasieger im Marathon (1976, 1980) Waldemar Cierpinski gibt den Startschuß. Jacek Konieczny gelingt als erster Läufer, den Titel am Baldeneysee zu verteidigen. Er gewinnt in 2:20:05 h vor Anatoli Arioukov aus der Sowjetunion. Auch die Siegerin bei den Damen stammt aus Polen. Danuta Pluciennik bewältigt die Strecke in 2:46:37 h. Zum zweiten Mal werden auch die Westdeutschen-Meisterschaften in Essen ausgetragen. Meister werden Michael Reuel (DJK Frankenberg Aachen, 2:22:38 h) und Birgit Lennartz (ASV St.Augustin, 2:49:50 h). Bei guten äußeren Bedingungen erreichen 1016 Marathonis das Ziel - ein neuer Rekord. 400 bleiben unter 3 Stunden.
1991 Beim Marathon in Essen bleiben erstmals seit 1985 wieder beide Pokale in Deutschland. Matthias Körner (USC Leipzig) bleibt dabei mit 2:19:42 h unter der "Schallmauer" von 2:20 h. Die Damenkonkurrenz gewinnt Doris Koslowski von der LG Lage in 2:47:58 h. Erneut finden in Essen auch die Westdeutschen-Meisterschaften statt. Es siegen Olaf Arntholz (Marathon Dinslaken, 2:24:53 h) und wie im Vorjahr Birgit Lennartz (ASV St.Augustin, 2:50:53 h).
1992 Matthias Körner gelingt es als zweitem Läufer in der Geschichte des Essener Marathons überhaupt, seinen Sieg zu wiederholen, und zwar erneut in persönlicher Bestzeit von 2:18:13 h. Auch bei den Damen gibt es ein Novum: Maria Kawiorska aus Polen kann als erste Athletin zum zweiten Mal nach 1988 einen Sieg aus Essen davontragen. Die Westdeutschen-Meisterschaften finden abermals in Essen statt. Meister werden Salvatore Di Dio (ART Düsseldorf, 2:23:01 h) und Ute Jenke (ASV Köln, 2:49:12 h).
1993 Rekordbeteiligung am Baldeneysee. Exakt 1594 Teilnehmer sind im Computer registriert. 1261 davon kommen tatsächlich ins Ziel. Es hält aber ein ungeschriebenes Gesetz der Serie: Weder Matthias Körner - trotz persönlicher Bestzeit von 2:17:39 h - noch die Polin Kawiorska, die Dritte wird, gelingt ein dreifacher Erfolg am Baldeneysee. Überraschungssieger wird der Junior Salvatore Di Dio (ART Düsseldorf) in 2:17:27 h. Bei den Frauen geht der Sieg erneut nach Polen, an Czeslawa Mentlewicz in 2:43:38 h. Zum fünften Mal in Serie werden gleichzeitig die Westdeutschen-Marathon-Meisterschaften ausgetragen. Die Meister: Salvatore Di Dio bei den Junioren, Olaf Arntholz (Marathon Dinslaken, 2:26:08 h) bei den Männern und Bärbel Halfmann (TV Walsum Aldenrade, 2:51:35 h) bei den Damen. Erfreulich aus Essener Sicht ist der Mannschaftssieg in der Meisterschaftswertung des Gerscheder SV 66 Essen mit den Läufern Jürgen Pfaff, Rainer Hentrich und Jochen Jöhring.
1994 In Essen findet der EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs statt, und der Marathon steht folglich auch unter der Überschrift "Europa in Essen". Zwar lassen sich ehrgeizige Pläne, europäische Spitzenläufer zu verpflichten, nicht ganz realisieren, aber immerhin finden sich unter den 10 Erstklassierten Läufer aus vier unterschiedlichen Nationen. Lange sieht es nach einem Sieg von Heiko Klimmer (USV Halle) aus, am Ende hat aber der Pole Zenon Szczesniank in 2:21:16 h die Nase vorn. Hervorragende Leistungen bringen auch der Feuerwehrmann aus Sheffield Kevin Lilley, der in persönlicher Bestzeit von 2:26:48 Sechster wird, und der junge Lokalmatador Jochen Jöhring (GSV 66 Essen) als Siebter in 2:28:51 h. Der Damensieg geht ebenfalls nach Polen. Es siegt Christina Pieczulis in 2:47:28 h. Insgesamt erreichen 1040 Läuferinnen und Läufer das Ziel.
1995 Es dauert 33 Jahre, bis erstmalig ein Athlet den dritten Erfolg beim TUSEM-Marathon erringt. Matthias Körner aus Leipzig ist der überglückliche Sieger. Er setzt sich mit einer Zeit von 2:18:31 h gegen den Gewinner der 93er Auflage Salvatore Di Dio durch. Spannend wird es bei den Damen; nicht wegen eines Kopf an Kopf Rennens, sondern im Kampf gegen die Uhr. Tanja Kalinowski (ASC Rosellen Neuss) verpaßt den Streckenrekord von Marlis Fröhlich (1982, 2:40:12 h) um gerade einmal 30 Sekunden. 1013 Läufer erreichen das Ziel, was angesichts von 1189 Meldungen sehr viel ist.
1996 In diesem Jahr finden nach zweijähriger Pause wieder die Westdeutschen-Meisterschaften in Essen statt. Beide Gesamtsieger, Theo Pyl (LAG Gütersloh, 2:24:13 h) und Tanja Kalinowski (ASC Rosellen Neuss, 2:53:11 h), holen sich auch die Meisterehren. Zweiter wird abermals Salvatore Di Dio aus Düsseldorf. Außer der Niederländerin Ester Schilt, die Zweite wird, haben in diesem Jahr die ausländischen Teilnehmer beim Kampf um den Sieg nicht viel mitzureden. Immerhin 1171 Marathonis kommen ins Ziel, eine Zahl, die lediglich 1993 übertroffen wurde. Sehr gut hält sich der Essener Klaus Urbschat. Immerhin bereits in der M45 startend, klassiert er sich als Fünfter des Gesamteinlaufes in 2:28:01 h.
1997 Tanja Ortega Sawal (geb. Kalinowski) gelingt ihr dritter Sieg in Folge (2:47:50 h). Gleichzeitig wird sie auch Westdeutsche Meisterin vor Sybille Möllensiep vom SUS Schalke 96 (2:56:20 h). Westdeutscher Meister bei den Männern wird der Vorjahressieger Bernd Theodor Pyl in 2:21:07 h. Ihm bleibt damit aber nur der 2. Platz im Gesamtklassement, denn "Mister-Baldeneysee-Marathon" Matthias Körner gelingt das Kunststück, zum vierten Mal am Essener Baldeneysee zu siegen (2:20:12 h).
1998 In diesem Jahr leidet die komplette Veranstaltung unter den sehr schlechten Witterungsbedingungen. Starker böeiger Wind und teilweise peitschender Regen lassen die Zeiten aller Athleten etwas schlechter ausfallen als gewöhnlich. Carsten Breitenbach (TUS Deuz), der bereits den Duisburg-Marathon gewonnen hatte, siegt souverän in 2:28:23 h vor Frank Kayelle aus Namibia (2:30:53 h). Das Damenklassement gewinnt Rosemarie Kössler vom SCC Berlin in 2:46:21 h vor der NeuTUSEMerin Tanja Ortega Sawal, die sich diesmal nur als zweitschnellste Frau klassieren konnte.
1999 Carsten Breitenbach (TUS Deuz) ist erneut der dominierende Athlet am Baldeneysee. Seine Siegerzeit: 2:23:37 h. Zweiter wird, nun bereits zum dritten Male, Salvatore Di Dio aus Düsseldorf, der bis Kilometer 35 noch an der Spitze des Feldes läuft, dann aber seinem zu hohen Anfangstempo Tribut zollen muß. Seine Zeit im Ziel: 2:26:02 h. Einen ausgezeichneten vierten Rang im Gesamteinlauf erreicht Jochen Jöhring vom Gerscheder SV 66 Essen. Das Damenklassement gewinnt Waltraud Klostermann (Sportfreunde Ennepetal) in guten 2:47:40 h vor Heike Saeger (TSVE Bielefeld, 2:49:11 h). Insgesamt bleiben sechs Frauen unter der Schallmauer von 3 Stunden.
1267 Marathonis durchlaufen das Ziel am Regattaturm des Essener Baldeneysees. Dieses bedeutet Finisherrekord. Trotz all dieser tollen sportlichen Leistungen steht eine Person im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, der die 42,195 km in 3:50:13 h absolviert. Joey Kelly, Mitglied der bekannten Popgruppe Kelly Family und Schwarm aller weiblichen Teenieherzen. Erstmalig verzeichnet der TUSEM-Marathon dadurch im Zielbereich einen riesigen Zuschauerandrang, der hauptsächlich aus jungen Mädchen besteht.
2000 Und wieder kam der Sieger aus Leipzig: Jens Borrmann (DHfK Leipzig) gewann in der Zeit von 2:25:49 h vor Jochen Jöhring (TUSEM Essen) und Ivo Claes aus Belgien. Claes legte ein sehr schnelles Tempo vor, dem er später Tribut zollen musste.
Spannend ging es bei den Frauen zu, bei denen die komplette Meistermannschaft der LG Seesen am Start war. Überraschungssiegerin wurde Kerstin Brüning (LG Seesen) in 2:43:32 h vor der Deutschen Marathonmeisterin 2000 Ines Cronjäger (LG Seesen) in 2:44:32 h und Karola Weiglein (LG Seesen) in 2:47:31 h. Mit dem 4. Platz von Petra Maak (Bayer Dormagen) in 2:47:43 h rundeten die Frauen ihre guten Leistungen ab.
Das Ziel erreichten 1324 Läufer/innen, was für den TUSEM-Marathon ein neues Rekordergebnis bedeutete.
2001 Das nennt man souverän. Frank Hahn von der LG Bonn/Troisdorf gewann den 39. Int. TUSEM-Marathon um den Baldeneysee in 2:23:47 h vor Carsten Breitenbach (TuS Deuz) in 2:27:01 h. Bester Essener war Dirk Schlitzkus (FC Stoppenberg) in 2:34:30 h.
Bei den Frauen setzte sich die Ukrainerin Tanja Semjonowa (DHfK Leipzig) ebenso überlegen in 2:51:47 h durch. Während die spätsommerliche Temperatur von 25 Grad den 1700 Startern etwas zu schaffen machte, war der Gastgeber TUSEM Essen mit der Resonanz auch am Streckenrand zufrieden.
2002 Der TUSEM-Marathon lebt - und das nicht zu knapp. Zum traditionsreichsten, ältesten ununterbrochen ausgerichteten Marathon Deutschlands waren 2300 Läufer-/innen am Start. Dies war ein neuer Teilnehmerrekord. Sieger des 40. Jubiläums-Marathon wurde Robert Langfeld (LG Braunschweig) in 2:23:37 h vor Janusz Sarnicki (Polen) 2:23:49 h. Bei den Frauen wiederholte Tanja Semjonowa (DHfK Leipzig) ihren Vorjahrssieg in 2:49:11 h. vor Ewa Fliegert (Polen) 2:52:11 h und Elke Saalbach (Rapid Dortmund) 2:54:54 h.
2003 Zwei Marathonneulinge nutzten die optimalen Laufbedingungen beim Baldeneysee-Marathon in Essen für hervorragende Zeiten. Bei den Männern siegte auf der schnellen Strecke Carsten Schütz (TV Wattenscheid 01) mit einer neuen deutschen Jahresbestzeit von 2:14:56 h vor Holger Ahrenberg (TUSEM Essen). Mit einem neuen Streckenrekord bei den Frauen überraschte als Gesamtvierte Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig) mit der Zeit von 2:34:55 h. Damit wurde der 22 Jahre alte Streckenrekord gelöscht. Das Marathon-Ziel erreichten an diesem goldenen Oktobersonntag 1690 Läufer/innen.
2004 Rekorde und Dramatik! Über 3000 Meldungen lassen den Veranstalter zum ersten Mal ein Teilnehmerlimit aussprechen. Sieger in 2:25:44 h wird wie schon 1993 Salvatore Di Dio (ART Düsseldorf), der 300 Meter vor dem Ziel den bis dahin deutlich führenden Favoriten Embaye Hedrit (LAC Quelle Fürth) überholen kann. Völlig entkräftet und nur noch in der Lage, mithilfe von Ordnern die Ziellinie zu überqueren, wird Hedrit nachträglich disqualifiziert. Zwar bleibt der Streckenrekord bei den Männern aus dem Jahre 1987 unangetastet, doch gibt es bei den Frauen erneut eine Steigerung: Melanie Kraus (TSV Bayer 04 Leverkusen) verbessert die Vorjahresbestzeit um 37 Sekunden auf 2:34:18 h.
2005 Bei erneut goldenem Oktoberwetter mit schon fast zu warmen Temperaturen um die 20 Grad war ein spannender Rennverlauf erwartet worden. Bei den Herren setzte sich überraschend Carsten Wenzek (SSC Hanau-Rodenbach) in 2:26:28 h vor Marathon-Neuling Dirk Strothmann (LC Ravensberg, 2:27:10 h) und Nachwuchstalent Martin Prophet (ScDHfK Leipzig, 2:27:47 h) durch. Nach der kurzfristigen Absage der Deutschen Meisterin Monika Schuri lief die Vizemeisterin Carmen Siewert (LG Vorpommern) ein einsames Rennen an der Frauenspitze und gewann in 2:41:51 h.
2006 Der Marathon hat Dank des Titelsponsorings der RWE Rhein-Ruhr AG einen neuen Namen: 44.RWE-Marathon "Rund um den Baldeneysee". Bei Ausrichtung und Organisation der Traditionsveranstaltung bleibt aber alles beim Alten. Nach 2003 wird auf der schnellen Strecke am See erneut von einem Marathon-Neuling die deutsche Jahresbestzeit gelaufen: Mario Kröckert (TSV Bayer 04 Leverkusen) kommt nach ausgezeichneten 2:16:54 h ins Ziel. Die erste Frau ist keine Unbekannte am See: Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig) wiederholt ihren Erfolg von 2003 und gewinnt in 2:40:39 h. Auch wegen des tollen Wetters wird die Veranstaltung für Beteiligte und Zuschauer erneut ein voller Erfolg.
2007 Erneut herrscht wieder Kaiserwetter am zweiten Oktobersonntag. Nahezu perfekte Bedingungen. Der schnellste Deutsche Langstreckenläufer, Stefan Koch vom TV Wattenscheid 01, tritt an, um den genau 20 Jahre alten Streckenrekord von Werner Grommisch zu brechen. Zwar scheitert der 23-jährige Marathondebütant bei diesem Versuch, läuft aber in 2:17:17 h auf Platz 3 der deutschen Jahresbestenliste. Vergleichsweise sensationell läuft der Duisburger Magnus Kreth in 2:26:37 h auf Platz 2. Bei den Frauen siegt zum dritten Mal am See die sympathische Romy Spitzmüller (LAZ Leipzig) in 2:41:49 h. Zweite wird die amtierende Deutsche Marathonmeisterin Ilona Pfeiffer (LC Solbad Ravensberg).
2008 Ideale Bedingungen bei der 46. Auflage des RWE-Marathons und viel Spannung auf der Strecke. Ein Spitzentrio, angeführt von Tempomacher Alexander Lubina (TV Wattenscheid 01), liegt bis km 30 gleichauf. Zelalem Martel (LG Neckar Enz) versucht sich abzusetzen, bekommt aber kurz Magenproblemen. Nachdem auch Manuel Meyer (TV Wattenscheid 01) abreissen lassen muss, ist der Weg für Tobias Sauter (TSV Eltingen) frei. Er hat sogar noch Reserven für die letzten Kilometer und finisht mit neuer persönlicher Bestzeit in 2:18:24.
Die erste Frau und übertrifft alle Erwartungen und verbessert sich um 6 Minuten. Silvia Krull (LG Lage Detmold) rennt in 2:38:21 zum Sieg und erzielt nebenbei die drittschnellste Zeit einer Frau am See. Auf den Plätzen folgen Birgitt Bohn (Spiridon Frankfurt, 2:43:04) und Barbara Jedras (TUSEM, 2:57:37).
2009 Erstmalig seit langen Jahren versteckte sich die Sonne hinter Regenwolken. Aber nur die langsameren Läufer/innen bekommen gelegentliche Schauer ab. Der neue Sieger des 47. RWE-Marathon heißt Dennis Pyka (LG Telis Finanz Regensburg) mit 2:20:53. Siliva Krull (LG Lage Detmold) wiederholte ihren Vorjahreserfolg in 2:40:40. Die Siegerzeiten blieben damit etwas unter dem Vorjahresniveau. Durch die gleichzeitig durchgeführten Westdeutschen Meisterschaften wurde es aber einer der schnellsten Marathons der letzten Jahre.
2010 Sonnig, beim Start kühl und wenig Wind - erneut Bestzeitenwetter beim 48. RWE-Marathon. Nach exakt 20 Jahren ist der Gesamtsieger wieder international: Neil Renault (Edinburgh AC, GBR) gewinnt mit einem Start-Ziel-Sieg in 2:18:21. Manuel Meyer (TV Wattenscheid) bleibt mit neuer PB von 2:19:59 "ewiger Zweiter" vor dem Vorjahressieger Dennis Pyka (LG Telis Finanz Regensburg, 2:21:51). Bei den Frauen schafft Siliva Krull (LG Lage Detmold) das Triple am See. Sie gewinnt in 2:45:57 vor Dorothea Frey (EK Schwaikheim, 2:48:05 PB) und Fakja Hofmann (LG Telis Finanz Regensburg, 2:51:17).
Während der Marathon im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 einen unerwarteten Finisherrückgang auf 1250 verkraften musste, boomt der Allbau Staffelmarathon: 186 Staffeln kamen ins Ziel (+51%).
2011 Der Wettergott ist Tusemer. Zwischen vielen verregneten Tagen stellte sich "nur" für den Marathon kurz Bestzeitenwetter ein: beim Start 8°C, trocken, sonnig. Erneut war der 49. RWE-Marathon Austragungsort der Westdeutschen Meisterschaften. In der Spitze wurde es das schnellste Männerrennen seit langer Zeit. Alleine vier Läufer blieben unter 2:24 Stunden. Der Überraschungssieger Matthias Graute (TRC Essen 84) pulverisierte in 2:20:57 seine Bestzeit förmlich. Seit dem Streckenrekord von Werner Grommisch 1987 konnte kein Essener Vereinsläufer mehr den Titel holen. Ihm folgten der Vorjahresvierte Elias Sansar (2:22:40, LG Lage Detmold) und Daniel Schmidt (2:22:59, LG Remscheid). Der Favorit und Vorjahreszweite Manuel Meyer musste das Rennen mit Problemen vorzeitig beenden. Der Mannschaftstitel ging - für den Ausrichter erfreulich - in der Besetzung Borka, Ockl und Losch an den TUSEM (7:55:50). Bei den Frauen machte Silvia Krull (LG Lage Detmold) ihren vierten Sieg hintereinander perfekt. Sie gewann in 2:43:29 erneut vor Dorothea Frey (EK Schwaikheim, 2:47:45), welche ihre Bestzeit aus dem Vorjahr noch einmal um 20 Sekunden drücken konnte. Erstmal war der Allbau Staffelmarathon im Vorfeld ausgebucht. Von 250 gemeldeten Staffeln kamen 216 ins Ziel.
2012 Das Jahr des Jubiläumsmarathons. 50 Auflagen hintereinander, das hatte es in Deutschland noch nicht gegeben! Einige Prominenz war vor Ort und zahlreiche Gratulanten gaben dem langjährigen Hauptorganisator Gerd Zachäus und seinem Team die Ehre. Der Marathon in Essen lebt, und das trotz zeitgleicher Konkurrenz in Köln und München! Nach Absage der Favoriten Koch und Graute wurde es spannend. Es gewann Daniel Schmidt (LT DSHS Köln), durch einige unfreiwillige Boxenstops zwischendurch auf Platz 4 zurückgefallen, nach einer grandiosen Aufholjagd in glatt 2:23 Stunden. Die nächsten drei Läufer, Marcel Bräutigam (LC Erfurt), Elias Sansar (LG Lage Detmold) und Manuel Meyer (TV Wattenscheid 01) kamen eine Minute später innerhalb von 20 Sekunden ins Ziel! Bei den Frauen siegte Silke Optekamp (PSV Grün-Weiß Kassel), die trotz eines tragischen Schicksalsschlags an den Start ging, in 2:45:03h knapp vor Christl Viebahn (TV Refrath). Dritte wurde Nina Vabic (TSG Kleinostheim) mit einer Zeit von 2:55:27h. Silvia Krull indes konnte ihre Serie verletzungsbedingt nicht verteidigen und startete wie auch Graute in der „Siegerstaffel" zusammen mit Carsten Schütz und Matthias Körner, beide alte Bekannte am See. Der Staffelmarathon stellte mit 244 Zieleinläufen erneut einen Teilnehmerrekord auf. Einziger Wermutstropfen an einem denkwürdigen Tag: rund 400 Startnummer wurden nicht abgeholt, so dass am Ende „nur" 1352 Einzelstarter registriert wurden.
2013 Vom Winde verweht wurden die Siegerzeiten beim 51. Marathon am Baldeneysee, dennoch war die Strecke wieder für zahlreiche Bestzeiten gut. Das Rennen der Männer gewann der Favorit Florian Neuschwander (Trierer Stadtlauf e.V.) nach 2:21:27 Stunden, am Ende wurde es aber knapper als erwartet. Daniel Schmidt (LT DSHS Köln) und Elias Sansar (LG Lage Detmold) schlossen auf und kamen kurz darauf nach 2:22:04 bzw. 2:22:13 ins Ziel. Lokalmatador Matthias Graute (TRC Essen 84) musste mit Trainingsrückstand dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und verlor auf der 2 Runde 7 Minuten (Endzeit 2:27:07. Christl Dörschel (ehem. Viebahn. LAZ Puma Rhein-Sieg) siegte bei den Damen, verpasste aber mit 2:43:07 Stunden - auf den letzten Kilometern auf sich alleine gestellt - die anvisierte 2:39. Die Plätze belegten die Vorjahresdritte Nina Vabic (TSG Kleinostheim, 2:51:17) und Gladys Just (Angerland LT Lintorf, 3:05:19). Bedauerlich bei einer ansonsten wieder rundum gelungenen Veranstaltung: 30% Nichtantreter ließen die Finishermarke beim Marathon erstmals seit langer Zeit wieder auf unter 1000 sinken. Das konnten auch die 242 Staffeln im Ziel nicht so recht kompensieren.
2014 Des einen Freud', des anderen Leid. Das warme, sonnige Oktoberwetter sorgte für gute Stimmung bei Zuschauern und Helfern, ließ aber zahlreiche Bestzeitenträume zerplatzen. Der Spannung tat dies keinen Abbruch. Es kam mehrfach zu Führungswechseln in der Männerspitze und auch bei den Frauen war der Ausgang des Rennens zwischenzeitlich nicht klar. Am Ende setzten sich wieder "alte Bekannte" durch. Daniel Schmidt (TV Refrath) hatte die klügste Renneinteilung und siegte in 2:24:26 Stunden mit 30 Sekunden Vorsprung vor seinem Dauerwidersacher Elias Sansar (LG Lage Detmold). Maciek Miereczko (VFB Erfstadt-Rhein) finishte auf Platz 3 nach 2:28:34 Stunden. Danach folgte schon der schnellste Essener, Marc-André Ocklenburg vom Ayyo Team e.V. in 2:32:20. Bei den Frauen behielt die Vorjahressiegerin Christl Dörschel (SG Wenden) am Ende in 2:47:31 die Nase vorn vor der Debütantin Anna-Lina Dahlbeck (TuS Xanten, 2:51:31 ) und Nina Vabic (TSG Kleinostheim, 2:53:09), die nach 2012 und 2013 wieder in die Top 3 lief. Die Finisherzahlen blieben erneut knapp unter 1000. 189 Staffeln kamen ins Ziel.
2015 Christl Dörschel (SG Wenden) ist die neue Königin vom Baldeneysee. Zum dritten Mal in Folge gewinnt die 39-Jährige in diesmal 2:48:40 Stunden den Essener Marathon, das war zuvor nur Tanja Ortega Sawal gelungen. Auf die Plätze liefen mit neuen persönlichen Bestzeiten Eva Offermann (DJK JS Herzogenrath, 2:51:49) und Vanessa Rösler (LT Bittermark Dortmund, 2:59:10). Spannend war der Rennverlauf bei den Männern. Nach mehreren Anläufen holte sich "Mr. Hermannslauf" Elias Sansar (LG Lage Detmold) mit einer schnellen 2. Runde erstmals den Sieg nach 2:21:11 Stunden. Vorjahressieger Daniel Schmidt (TV Refrath) landete in 2:22:18 auf Platz 2 und mit Thorben Dietz (LG Dorsten) lief der eigentliche Favorit in 2:23:04 auf Rang 3. Wieder einmal gab es am 2. Oktoberwochenende beste Rennbedingungen, abgesehen von dem im Vormittagsverlauf auffrischenden Wind. Alle Läuferinnen und Läufer waren voll des Lobes ob der Veranstaltung. Trotzdem - vielleicht auch wegen des Termins mitten in den Herbstferien - mussten die Organisatoren aber einen Teilnehmerrückgang auf 726 Finisher verkraften. Luft nach oben ist auch bei den 187 im Ziel registrierten Staffeln.
2016 Bunt wurde die 54. Auflage des Traditionsmarathons am Baldeneysee. Der ehemalige Hauptsponsor RWE setzte seine neue Tochter innogy farbenfroh in Szene, was bei perfektem Laufwetter zu einem tollen Gesamtbild beitrug. Der Vorjahressieger Elias Sansar gewann erneut souverän in 2:22:06 Stunden. Daniel Schmidt (Tura Remscheid-Süd, 2:27:38) und Maciek Miereczko (VfB Erfstadt Multisport, 2:30:55) folgten auf den Plätzen. Eva Offermann, im letzten Jahr noch auf Platz 2, siegte in 2:51:59 Stunden. Nina Vabic (Asics Frontrunners) kam in 2:55:19 als Zweite vor Sabine Andres (Borner SV, 3:12:51) ins Ziel. Die Premiere der neuen „Seerunde“ über 17,2 km war ein voller Erfolg, 563 Finisher verzeichnete die Erstauflage. Es siegte der Essener Karol Grunenberg auf seiner Hausstrecke in schnellen 55:24 Minuten. Mit Silke Optekamp lief die Siegerin des Marathons von 2012 nach 1:08:57 Stunden als Erste über die Ziellinie. Es weniger Firmen als üblich hatten ihre Teams angemeldet, und die neue Seerunde lockte wohl auch. So wurden „nur“ 132 Staffeln im Ziel registriert.